Heike Drechsler ist zweifache Olympiasiegerin im Weitsprung und eine der bekanntesten Sportlerinnen der DDR und der Bundesrepublik. Doch über ihrer Karriere liegt ein Schatten: Seit Jahren wird sie beschuldigt, unter dem Decknamen "Jump" als inoffizielle Mitarbeiterin für die Stasi gespitzelt zu haben. Zu Unrecht – das hat die Sportjournalistin Heike Otto in aufwändigen Recherchen für das ARD radiofeature herausgefunden.
Heike Drechsler hat nie eine Verpflichtungserklärung unterschrieben und auch keine Spitzelberichte verfasst. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Stasiforscher Helmut Müller-Enbergs. Über ein Jahr lang hat er den Fall Drechsler wissenschaftlich aufgearbeitet. Die Sportlerin steht stellvertretend für viele, die nach der Wende von der Öffentlichkeit vorschnell verurteilt wurden. Fakten wurden nicht gründlich recherchiert und Ermittlungsergebnisse in der Öffentlichkeit falsch dargestellt. Fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer könnte die Zeit reif sein für eine differenzierte Betrachtung.
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